10 Fakten über Flying Pilates

Flying Pilates wurde 2012 von mir (Sonja Ehrlich) in Hamburg entwickelt und gegründet. Es ist eine dynamische Trainingsform, die die Vorteile des Suspension und Functional Trainings mit der einzigartigen Bewegungsausführung und Prinzipien der Pilates Methode vereint und sie mit Hilfe der Aerial Hammocks vom Boden in die Lüfte hebt. 

Was das Besondere an diesem Training ist und warum es so eine große Faszination auf mich ausübt, habe ich euch in 10 Fakten zusammegefasst.

1. Instabilität

Die Tücher sind frei hängend an der Decke angebracht und können sich in 360° schwingend im Raum bewegen. Die dadurch entstehende Instabilität fordert das Balancegefühl neu heraus, schult den Gleichgewichtssinn und trainiert gleichzeitig das stabilisierende und gelenksnahe Muskelsystem.

2. Propriozeption und Koordination

Das Training an und mit den Tüchern fordert das Zusammenspiel unterschiedlichster Muskelgruppen und die Reaktionsfähigkeit.

Während der Übungsausführung muss nicht nur der Körper, sondern zusätzlich auch das bewegliche Tuch ausgerichtet werden. Das macht die Übungen deutlich komplexer und trainiert  so    Koordination und Propriozeptoren.

3. Selbstvertrauen

Mit Hilfe des Tuches werden Umkehrhaltung plötzlich wieder möglich.  Das Tuch ist ein Hilfsmittel, mit dem sich die Welt auf den Kopf stellen lässt und sich hängen lassen oder einen Handstand zu machen, ganz leicht wird. Das Erlebnis, sich getraut zu haben, dem Stoff und vor allem sich selber zu vertrauen gibt dem Selbstvertrauen einen ganz ordentlichen push - und das nicht nur während der Stunde.

4. Glücksgefühl

Nicht nur das gewonnene Selbstvertrauen fördert das Glücksgefühl während und auch nach der Stunde. Durch das Training wird zudem das vegetative Nervensystem angesprochen, was einen Effekt auf die Entspannung und Erholung und somit auch auf das Glücksgefühl hat. Die Arbeit mit dem Tuch, losgelöst vom Boden, führt zu einer Ausschüttung von Adrenalin, die Umkehrhaltungen sprechen das Sympathische Nervensystem an. Im Anschluss werden so Glückshormone freigesetzt und das Parasympathische Nervensystem aktiv, was ein richtiges Hochgefühl auslösen kann. 

5. Flexibilität

Mit Hilfe des Tuches und der Arbeit mit oder gegen die Schwerkraft werden höhere Dehnreize und ein größerer Bewegungsradius möglich. Das Tuch kann helfen, eine Position zu halten oder tiefer in die Dehnung zu arbeiten, um somit den vollen Bewegunsspielraum von Muskulatur und Gelenken wieder herzustellen.

6. Ganzkörpertraining

Die Multidimensionalität des Trainings mit dem Tuch ermöglicht ein Training für den ganzen Körper. Neben einer höheren Stützkraft, wird auch die Zugkraft vielfältig trainiert, was sich positiv auf die Stabilität der Schulter und des oberen Rückens auswirkt. Zudem setzt die Instabilität des Tuches eine hohen Trainingsreiz für das intra- und intermuskuläre Zusammenspiel, also die Zusammenarbeit unterschiedlichster Muskeln und der Muskelfasern.

7. Core

In jeder Bewegung ist es hier spürbar: Der Core, das Powerhouse, die Rumpfmuskulatur muss halten und arbeiten um die Instabilität des Materials auszugleichen und die Übung ausführen zu können. So wird mit jeder kleinsten Bewegung auch der Core trainiert. 

Hinzu kommen die Übungen, die speziell auf die Körpermitte ausgerichtet sind. Das Fehlen der festen Unterlage und die Arbeit gegen die Schwerkraft schaffen eine intensivere Ansteuerung und somit eine Effizienz, die das Training einzigartig macht und spürbar die Taille strafft und den Bauch festigt.

8. Fokus und Präzision

Unaufmerksam oder halbherzig in eine Übung gehen? Das wird mit dem Tuch unmöglich. Die permanente Bewegung der Aufhängung fordern die Konzentration, die Instabilität des Tuches die Präzision. Das Material gibt sofort eine Rückmeldung, wenn die Bewegung unpräzise wird - durch schwingen, schaukeln oder rutschen.

9. Faszien

Unsere Faszien lieben Abwechslung - und die kann mit dem Tuch vielfältig trainiert werden. Neben den Punkten der Dehnfähigkeit und Propriozeption, werden durch aktives aufspannen des myofaszialen Netzes auch die Körperlinien ausgeglichen. Lösenden Techniken können mit Hilfe des Tuches den Hydrationsfluss im Gewebe erhöhen, was wiederum zu einer besseren Zellversorgung führt.

10. Entspannung

Neben der Ansprache des vegetativen Nervensystems und der daraus resultierenden Entspannung und Erholung, gibt es noch einen weiteren Aspekt, der sich positiv auf das zur Ruhe kommen auswirkt. Jede Stunde wird mit einer Entspannungseinheit und dem ruhigen liegen im Tuch abgeschlossen. Das Besondere daran: Das Tuch umschließt und hält den Körper und lässt somit jeden Teilnehmer ganz bei sich an- und zur Ruhe kommen.

Ihr möchtet das Training ausprobieren?

Auf www.flying-pilates.de findet ihr im Bereich Trainer finden alle Adressen der ausgebildeten Flying Pilates Trainer in Deutschland und Europa.

 

Wer selber Lust hat, Flying Pilates zu unterrichten findet im Bereich Ausbildung alle Informationen.

 

Ich freue mich, von euren Euren Erfahrungen mit Flying Pilates zu hören. Postet sie doch einfach mal in die Kommentare.

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